Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Glaube nicht, es muss so sein, weil es nie anders war. Unmöglichkeiten sind Ausflüchte für sterile Gehirne. Schaffe Möglichkeiten!
* Hedwig Dohm
24.08.2015

Newsletter 175 - August 2015

Inhalt

Land Sachsen-Anhalt

  • Aufruf zum Demografiepreis 2015
  • Ministerium für Arbeit und Soziales: “WEITERBILDUNG direkt” startet in neue Runde

Deutschland

  • djb: Betreuungsgeld verfassungswidrig
  • TROPHÉE DE FEMMES 2015/16: Frauen mit Engagement gesucht
  • DESTATIS: März 2015 – 512 000 Personen beziehen Grundsicherung im Alter
  • EAF Berlin und KPMG veröffentlichen Praxisleitfaden zur Geschlechterquote und zum Gesetz
  • Veröffentlichung: Kombinierter siebter und achter Bericht der Bundesrepublik Deutschland zum Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (CEDAW)
  • Veröffentlichung: Karriereperspektiven berufstätiger Mütter
  • Veröffentlichung: Frauen und Männer am Arbeitsmarkt 2014
  • Veröffentlichung: Familien Leitbilder – Muss alles perfekt sein?
  • Veröffentlichung: Empfehlungen an ein Gewaltschutzkonzept zum Schutz von Frauen und Kindern vor geschlechtsspezifischer Gewalt in Gemeinschaftsunterkünften

Europa

  • “She Figures 2015” – Datensammlung zu Frauen in europäischer Wissenschaft

Termine

Land Sachsen-Anhalt

Aufruf zum Demografiepreis 2015
Zum dritten Mal lobt das Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr zusammen mit der Demografie-Allianz und mit Unterstützung des Fachkräftesicherungspaktes den Demografiepreis 2015 aus. Gesucht werden neue Ansätze, erfolgreich umgesetzte Ideen und nachhaltige Initiativen, die mit Phantasie, Durchsetzungskraft und dem persönlichen Einsatz von Bürgerinnen und Bürgern den demografischen Wandel aktiv gestalten helfen. Die Attraktivität eines Landes wird maßgeblich beeinflusst durch die schöpferische Mitwirkung seiner Einwohnerinnen und Einwohner – diese Akteure sollen sich mit dem Demografiepreis angesprochen fühlen. zum Aufruf

Ministerium für Arbeit und Soziales: “WEITERBILDUNG direkt” startet in neue Runde
Beschäftigte in Sachsen-Anhalt können bei einer individuellen Qualifizierung auf finanzielle Unterstützung des Landes bauen. Bis zu 90 Prozent der Kosten für die berufliche Weiterbildung und Zusatzqualifikation können gefördert werden. Das sieht das Programm „WEITERBILDUNG direkt“ vor, das jetzt in eine neue Runde gestartet ist. Neu ist, dass selbst noch in der Erstausbildung befindliche Erwachsene unterstützt werden können, wenn sie bereits neben der Lehre eine Zusatzqualifikation anstreben. Arbeitsminister Norbert Bischoff erklärte: „Weiterbildung ist ein Gebot der Stunde. Eine einmal erlangte Ausbildung reicht längst nicht mehr für ein ganzes Arbeitsleben. Betriebe sind gefordert. Aber auch jeder und jede Einzelne hat es in der Hand, sich selbst zu kümmern und mit Qualifizierungen fit zu halten. Und dafür kann es nie zu früh sein. Das Programm „Weiterbildung direkt“ ist eine Chance.“ zur Pressemitteilung des Ministeriums

Deutschland

djb: Betreuungsgeld verfassungswidrig
Ramona Pisal, Präsidentin des djb erklärt zur Bedeutung der Entscheidung aus Sicht des djb: “Es ist gleichstellungspolitisch ein Rückschritt, wenn der Staat eine Geldleistung an die Nichtnutzung öffentlicher Kinderbetreuungsinfrastruktur knüpft. Gerade aus Frauensicht ist es die öffentliche Kinderbetreuung, die eine Erwerbstätigkeit oder den Abschluss einer Ausbildung erst ermöglicht.” Der Deutsche Juristinnenbund e.V. (djb) begrüßt die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Betreuungsgeld. zur Pressemitteilung des djb

TROPHÉE DE FEMMES 2015/16: Frauen mit Engagement gesucht
„Trophée de femmes“ ist ein Umweltpreis, der Frauen mit herausragendem Engagement für die Natur und Umwelt fördert. Die Umweltstiftung „Fondation Yves Rocher“ schreibt den Umweltpreis jetzt in Deutschland neu aus. „Trophée de femmes“ wird 2016 in Deutschland zum 13. Mal verliehen. Die Umweltstiftung „Fondation Yves Rocher“ sucht Frauen, die sich um die Natur und Pflanzenwelt verdient gemacht haben. Frauen, die durch ihr außergewöhnliches Engagement für die Umwelt Beeindruckendes leisten. Frauen, die Projekte initiiert und Menschen für ihre Sache mobilisiert haben. Oft agieren diese Frauen im Stillen und Verborgenen. Und das obwohl sie für die Natur und Artenvielfalt unserer Erde Bedeutendes leisten. Ihr Engagement ist dabei vielfältig: Von Umwelterziehung über Artenschutz bis zur Wiederaufforstung, ob auf nationaler oder internationaler Ebene. zur Ausschreibung

DESTATIS: März 2015 – 512 000 Personen beziehen Grundsicherung im Alter
Im März 2015 bezogen in Deutschland rund 512 000 Personen Leistungen der Grundsicherung im Alter nach dem 4. Kapitel des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch (SGB XII “Sozialhilfe”). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren unter diesen Leistungsbeziehern mit 61 % mehr Frauen als Männer (39 %). mehr…

EAF Berlin und KPMG veröffentlichen Praxisleitfaden zur Geschlechterquote und zum Gesetz
Schnell und umfassend beantwortet der Praxisleitfaden von Unternehmen häufig gestellte Fragen: Wie können Ziele für Frauen in Führungspositionen definiert werden? Welche Transparenz ist notwendig, um realistische Zielgrößen festzulegen und welche internen Stellen sollen in den Prozess der Zielfindung eingebunden werden? mehr…

Veröffentlichung: Kombinierter siebter und achter Bericht der Bundesrepublik Deutschland zum Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (CEDAW)
Die Bundesregierung hat in der Kabinettsitzung vom 3.06.2015 den von Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig vorgelegten siebten und achten Bericht der Bundesrepublik Deutschland zum Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau beschlossen. Welche Gleichstellungsmaßnahmen hat Deutschland umgesetzt? Dies dokumentiert der aktuelle Regierungsbericht zum „Übereinkommen der UN zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau“ (CEDAW), der nun auch online verfügbar ist. zur Veröffentlichung

Veröffentlichung: Karriereperspektiven berufstätiger Mütter
Die Kombination von Mutterschaft und Karriere bleibt schwierig. Für die Studie „Karriereperspektiven berufstätiger Mütter“ wurden 1.801 Teilnehmerinnen in Fach- und Führungspositionen online zu ihrer Lebenssituation befragt. Ein Ergebnis: Zwei Drittel der Frauen mussten sich nach ihrer Rückkehr in den Beruf mit schlechteren Bedingungen abfinden. mehr…

Veröffentlichung: Frauen und Männer am Arbeitsmarkt 2014
Die aktuelle Arbeitsmarktberichterstattung der Bundesagentur für Arbeit stellt u.a. fest, dass die Erwerbsneigung und Erwerbsbeteiligung von Frauen in Deutschland in den letzten zehn Jahren deutlich gestiegen ist, dennoch deutlich mehr Männer als Frauen erwerbstätig sind, Minijobs weiterhin eine Frauendomäne sind, der Anteil Langzeitarbeitsloser ist bei Frauen höher als bei Männern und Frauen deutlich häufiger als Männer vor der Herausforderung stehen neben der Arbeitsuche alleine für die Erziehung eines oder mehrerer Kinder verantwortlich zu sein. mehr…

Veröffentlichung: Familien Leitbilder – Muss alles perfekt sein?
Welche Faktoren lassen junge Menschen zögern, eine Familie zu gründen? Ist ihnen die Verantwortung zu groß oder haben sie Angst vor negativen ökonomischen Folgen? Sind es die als schwierig angesehenen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, z.B. bei der Betreuungsinfrastruktur oder die als Belastung empfundene Arbeitswelt, die eine Entscheidung für eine Familie behindern? Wie schwer ist Elternschaft heute? Gehört Deutschland seit rund 40 Jahren vielleicht auch deshalb weltweit zu den Ländern mit niedriger Fertilität, weil die Menschen veränderte kulturell geformte Einstellungen zur Institution Familie und Elternschaft haben? Antworten auf diese Fragen liefert die Publikation des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB). „Familienleitbilder in Deutschland – Kulturelle Vorstellungen zu Partnerschaft, Elternschaft und Familienleben“ zeigt die Vielfalt und Widersprüchlichkeit der in Deutschland vorhandenen Familienleitbilder und gibt einen Einblick, was 20- bis 39-Jährige heute als „ideale Familie“ bezeichnen. zur Pressemitteilung des BiB

Veröffentlichung: Empfehlungen an ein Gewaltschutzkonzept zum Schutz von Frauen und Kindern vor geschlechtsspezifischer Gewalt in Gemeinschaftsunterkünften
Obwohl Deutschland aufgrund nationaler und internationaler Vorschriften dazu verpflichtet ist, Frauen und Kinder vor Gewalt zu schützen, verfügen die wenigsten Flüchtlingsunterkünfte über ein Gewaltschutzkonzept. Um den Schutz von Frauen und ihren Kindern vor geschlechterspezifischer Gewalt in Gemeinschaftsunterkünften in ausreichender Form gewährleisten zu können, müssen jedoch nicht nur ihre spezifischen Bedarfe erkannt und Schutzmöglichkeiten konkret umgesetzt werden, sondern auch die Einrichtungen und Träger für die Lage und Situation dieser Frauen sensibilisiert werden. Ziel der Empfehlungen des PARITÄTISCHEN Gesamtverbandes für ein Gewaltschutzkonzept in Gemeinschaftsunterkünften ist die Sicherstellung von Schutz und Hilfe für Frauen und ihre Kinder vor körperlicher und sexualisierter Gewalt sowie sexuellen Belästigungen und Übergriffen. Frauen und Kinder haben einen Anspruch darauf, vor Angriffen auf ihr Leben, ihre Gesundheit, ihre Persönlichkeit und ihre Menschenwürde ausreichend geschützt zu werden. zur Mitteilung des PARITÄTISCHEN

Europa

“She Figures 2015” – Datensammlung zu Frauen in europäischer Wissenschaft
Alle drei Jahre veröffentlicht die Europäische Kommission mit den “She Figures” eine umfangreiche Datensammlung zu Frauen in den europäischen Wissenschaftssystemen. Erste Daten für die “She Figures 2015” liegen nun in Form eines Flyers vor. Die komplette Ausgabe soll Ende des Jahres veröffentlicht werden. Das Faltblatt enthält unter anderem Daten zu Frauen in Führungspositionen und erstmals auch Daten zur Verbreitung von Gleichstellungsplänen in einzelnen Staaten. Es wird sichtbar, dass die Anzahl weiblicher Hochschulabsolventinnen weiter stark ansteigt und Forscherinnen gegenüber ihren Kollegen zahlenmäßig weiter aufholen. Gerade in Top-Positionen an Hochschulen und in der Industrie besteht jedoch weiterhin ein unausgewogenes Geschlechterverhältnis. zum Flyer

Termine

Sachsen-Anhalt

05.09.2015 Thementag: Frauen der Reformation
Veranstalterinnen: Evangelische Frauen Mitteldeutschlands
Ort: Lutherstadt Eisleben
Veranstaltungshinweis

23.09.2015 Dialogforum Bürgerschaftliches Engagement: Du bist Politik – mehr Demokratie durch Engagement
Veranstalter_innen: Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt, Ministerium für Arbeit und Soziales Sachsen-Anhalt, Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen in Sachsen-Anhalt, Landtag von Sachsen-Anhalt
Ort: Magdeburg
Veranstaltungshomepage

29.09.2015 MSA-Netzwerktagung Medienkompetenz: Medien-Familie-Interaktion
Fachtagung der Medienanstalt Sachsen-Anhalt vom 29. bis 30. September 2015
Ort: Halle
Veranstaltungslink

08.10.2015 Landespräventionstag Sachsen-Anhalt “Kommunale Kirminalprävention – Bestandsaufnahme und Perspektive”
Ort: Halle
Zeit: 08:30-16:00 Uhr
Veranstaltungslink

Deutschland

12.09.2015 Fachtagung: Europäische Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene
Öffentliche Fachtagung im Rahmen der Konferenz der Landesfrauenräte 2015 organisiert durch den Frauenpolitischen Rat Land Brandenburg e.V.
Ort: Potsdam
Einladung und Programm

17.09.2015 Tagung: Genderungleichheiten in der Arbeit
Tagung vom 17. bis 18.09. der Hans Böckler Stiftung
Ort: Berlin
Einladung und Programm

24.09.2015 Kongress: Recht auf eine selbstbestimmte Erwerbsbiografie – Gleichstellung – Arbeitszeit – soziale Sicherung
41. Bundeskongress des djb vom 24.-27.09.2015
Ort: Münster
Veranstaltungslink

07.10.2015 SAVE THE DATE – Fachtagung: Gleiches Recht. Jedes Geschlecht.
Die Tagung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes wird sich mit der rechtlichen Situation von Trans* und intergeschlechtlichen Menschen beschäftigen. Themenschwerpunkte der Tagung sind neben rechtlichen Aspekten auch die Geschlechtervielfalt in Unternehmen, der Bildung und in der Medizin.
Sobald ein Programm und die Einladung vorliegen, werden wir sie veröffentlichen.
Ort: Berlin
Zeit: 10:00-17:00 Uhr

09.10.2015 Fachtagung: WEIBLICH, QUALIFIZIERT SUCHT: WIRTSCHAFTLICHE UNABHÄNGIGKEIT
VeranstalterIn: DGB “Was verdient die Frau? Wirtschaftliche Unabhängigkeit!”
E-Mail: ricarda.scholz(at)dgb.de
Ort: Berlin
Zeit: ab 9:30 Uhr
Veranstaltungslink

15.10.2015 Symposium: 10 JAHRE EUROPARATSKONVENTION GEGEN MENSCHENHANDELSTILLSTAND ODER FORTSCHRITT? Wie effektiv sind die Maßnahmen für die Betroffenen in Deutschland?
Symposium des KOK e.V. am 15. und 16. Oktober 2015
Ort: Berlin
Veranstaltungsflyer

16.10.2015 Bundesfachseminar: Geschlechterklischees im Fokus
Veranstaltung des Deutschen Frauenring e.V.
Ort: Erkner
Veranstaltungslink

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