Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Jede Frau ändert sich, wenn sie erkennt, dass sie eine Geschichte hat.
* Gerda Lerner
15.12.2015

Newsletter 179 - Dezember 2015

Liebe Leserinnen und Leser,

der Vorstand und die Geschäftsstelle des Landesfrauenrates Sachsen-Anhalt e.V. wünschen Ihnen und Ihrer Familie eine ruhige und entspannte Weihnachtszeit und einen guten Start ins Jahr 2016. Wir danken Ihnen sehr für die Zusammenarbeit in diesem Jahr und freuen uns auf weitere gemeinsame Aktivitäten.

Inhalt

Aus dem Landesfrauenrat

  • Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen
  • Frauenfrühstück in Wernigerode
  • Beschlüsse der Konferenz der Landesfrauenräte 2015
  • 11.01.2016 Podiumsdiskussion – Die Wahl ist weiblich!
  • 11.01.2016 Seminar: Das AGG aus Frauensicht

Land Sachsen-Anhalt

  • Studie zur Gleichbehandlung in Sachsen-Anhalt vorgestellt
  • Magdeburger OB unterschreibt Europäische Charta für Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene
  • Fortbildung: Wendepunkt. Traumafokussierte Arbeit im pädagogischen Alltag
  • Start des Projektes „Select MINT“ – Mädchen und junge Frauen erlernen und studieren MINT-Fächer

Deutschland

  • djb fordert Ende der Blockade einer Reform des Sexualstrafrechts zur Umsetzung der Istanbul-Konvention des Europarats
  • News zu Parité
  • Elke Ferner warnt vor Ende der Gleichstellungsstrategie
  • bff startet Kampagne inklusive und barrierefreie Kampagne gegen Gewalt an Frauen
  • Bundesweiter Kampagnenstart gegen Frauenarmut
  • Veröffentlichung: Die Armut ist weiblich
  • Studienergebnisse: Wer beherrscht die Nachrichten?
  • Ausschreibung filia: Förderung von Projekten für Mädchen und junge Frauen
  • Frauenhauskoordinierung veröffentlicht Handreichung für Fachpraxis zu gewaltbetroffenen Frauen mit psychischen Beeinträchtigungen
  • Expertise „Existenzsichernde Beschäftigung von Frauen und Männern mit und ohne Migrationshintergrund“
  • Veröffentlichung: Handbuch “Rechtlicher Diskriminierungsschutz”

Aus dem Landesfrauenrat

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen
Der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November wird jährlich genutzt, um mit Fahnenaktionen, Gedenkstunden, Fachveranstaltungen etc. auf das aktuelle Problem der Gewalt gegen Frauen und Kinder aufmerksam zu machen. Der Landesfrauenrat Sachsen-Anhalt begeht hierzu traditionell eine Gedenkstunde im Landtag und hisst gemeinsam mit der Ministerin Dr. Angela Kolb die Fahne von “Terre des Femme” vor dem Justizministerium. mehr…

Frauenfrühstück in Wernigerode
Am 26. November fand in Wernigerode das traditionelle Frauenfrühstück, zudem die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Wernigerode in die Ratswaage einlädt, statt. Gast der Veranstaltung in diesem Jahr war Dr. Stefanie Bohley, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für medizinische Epidemiologie, Biometrie und Informatik der medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. mehr…

Beschlüsse der Konferenz der Landesfrauenräte 2015
Die Konferenz der Landesfrauenräte (KLFR) ist der seit 1997 existierende Zusammenschluss aller Landesfrauenräte in Deutschland. Die diesjährige Konferenz fand vom 11.-13. September 2015 in Potsdam statt. Wie jedes Jahr brachten die anwesenden Frauenräte aktuelle Themen in Form von Anträgen ein, welche dann im Plenum abgestimmt werden. In diesem Jahr reichten die Anträge über Themen wie die „Zuflucht, Unterstützung und Empowerment für weibliche Flüchtlinge“ und die „Unterbringung von geflüchteten Frauen und Kinder“, über die „Reform des Sexualstrafrechts“, die „gerechtere Besteuerung“, die „geburtshilfliche Versorgung“ bis hin zur „Bekämpfung der Altersarmut von Frauen“. mehr…

11.01.2016 Podiumsdiskussion – Die Wahl ist weiblich!
Am 13. März 2016 findet die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt statt. Anlässlich dessen diskutieren wir mit den Spitzenpolitiker_innen aus Sachsen-Anhalt, dem Landesfrauenrat Sachsen-Anhalt e.V., unseren Kooperationspartner_innen und unseren Mitgliedsorganisationen über die Gleichstellungspolitik der zur Wahl stehenden Parteien. Die Einladung folgt in Kürze.
Ort: Hotel Ratswaage, Magdeburg
Zeit: 17:00 Uhr
Einladung

11.01.2016 Seminar: Das AGG aus Frauensicht
Einladung und Programm

Land Sachsen-Anhalt

Studie zur Gleichbehandlung in Sachsen-Anhalt vorgestellt
Am 20. November stellte das Ministerium für Arbeit und Soziales die „Studie zur Evaluierung der allgemeinen Gleichbehandlung nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz in Sachsen-Anhalt“ vor. Im Rahmen einer Interviewstudie wurde mit zwölf Betroffenen sowie Expertinnen und Experten über Diskriminierungserfahrungen aufgrund von Geschlecht, sexueller Identität, Alter, Behinderung, Religion oder Weltanschauung und ethischer Herkunft gesprochen. Die Studienergebnisse zeigen, dass bis auf die Diskriminierungsdimension Alter alle weiteren fünf Dimensionen in nicht unerheblichem Maße wirksam sind. Grundlage der Studie war das Landesprogramm für „Demokratie, Toleranz, Vielfalt und Weltoffenheit“, das für 2016 die Einrichtung einer Antidiskriminierungsstelle in Sachsen-Anhalt vorsieht. Die Studie soll dazu dienen, Bedarfe festzustellen und Handlungsfelder zu definieren. zur Veröffentlichung

Magdeburger OB unterschreibt Europäische Charta für Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene
Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper hat gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten der Landeshauptstadt Magdeburg, Heike Ponitka, die Europäische Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene unterzeichnet. Die Beitrittsbekundung fand im Rahmen des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen und Kindern statt und verspflichtet die Landeshauptstadt zur Umsetzung eines Aktionsplanes zur Gleichstellung von Mann und Frau. mehr…

Fortbildung: Wendepunkt. Traumafokussierte Arbeit im pädagogischen Alltag
Im Jahr 2016 bietet Wildwasser Magdeburg e.V. eine modularisierte Fortbildungsreihe für pädagogische Fachkräfte an, die mit belasteten oder traumatisierten Kindern und Jugendlichen in Kontakt sind. zur Ausschreibung

Start des Projektes „Select MINT“ – Mädchen und junge Frauen erlernen und studieren MINT-Fächer
Gymnasiastinnen ab der 11. Klasse individuell und praxisnah bei ihrer Berufs- und Studienwahl unterstützen, mit Vorbildern in Kontakt bringen und die Gelegenheit geben Neues auszuprobieren, umso die Vielseitigkeit der MINT-Fächer unkonventionell zu entdecken – dies sind die Ziele des Projektes „Select MINT“. Im Rahmen des Landesprogrammes für ein geschlechtergerechtes Sachsen-Anhalt realisiert das isw Institut für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung gGmbH im Auftrag des Ministeriums für Justiz und Gleichstellung das Projekt zur Berufs- und Studienorientierung für Mädchen und junge Frauen im MINT-Bereich in den kommenden zwei Jahren. „Select MINT“ finanziert sich aus Mitteln des Europäischen Sozialfond und des Landes Sachsen-Anhalt. mehr…

Deutschland

djb fordert Ende der Blockade einer Reform des Sexualstrafrechts zur Umsetzung der Istanbul-Konvention des Europarats
Im Sommer 2014, vor über einem Jahr, hatten der Deutsche Juristinnenbund e.V. (djb) und weitere große Frauenverbände sowie die in der Justizministerkonferenz zusammenarbeitenden Länder das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz darauf hingewiesen, dass zur Ratifizierung der Istanbul-Konvention eine Reform des deutschen Sexualstrafrechts erforderlich ist. Art. 36 der Istanbul-Konvention verlangt von den Vertragsstaaten, dass jede nicht einverständliche sexuelle Handlung unter Strafe gestellt wird; dies ist in Deutschland nicht der Fall. mehr…

News zu Parité
Wie kann erreicht werden, dass Frauen in Parlamenten gleichberechtigt vertreten sind? Das Aktionsbündnis Parité fordert eine Quote für die Besetzung der Listenplätze bei Wahlen. Dafür wird das Bündnis am 10. Dezember dem Bayerischen Verfassungsgerichtshof eine Popularklage übergeben. zur Mitteilung auf den Seiten des Deutschen Frauenrats

Elke Ferner warnt vor Ende der Gleichstellungsstrategie
“Die EU braucht eine neue Gleichstellungsstrategie”, fordert Elke Ferner, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfrauenministerium in einer Videobotschaft. Denn Ende 2015 läuft die aktuelle EU-Gleichstellungsstrategie aus, ohne dass bislang konkrete Pläne für eine Nachfolge-Strategie vorliegen. zur Mitteilung des Deutschen Frauenrats

bff startet Kampagne inklusive und barrierefreie Kampagne gegen Gewalt an Frauen
Der Bundesverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe (bff) startete am 25.11.2015 inklusive und barrierefreie Kampagne gegen Gewalt an Frauen. Zentraler Baustein der Kampagne ist der Kurzfilm Superheldin gegen Gewalt. Ziel der Kampagne ist es, die Angebote der Fachberatungsstellen für gewaltbetroffene Frauen und Mädchen zugänglicher zu machen. Sie sollen ermutigt werden, sich Hilfe und Unterstützung bei Gewalt zu suchen. Die Kampagne adressiert vor allem Mädchen und junge Frauen, darunter Mädchen und Frauen mit Behinderung, mit Migrationsgeschichte und Fluchterfahrungen. mehr…

Bundesweiter Kampagnenstart gegen Frauenarmut
Auch kommende Frauengenerationen werden von Armut im Alter betroffen sein. Mit der Kampagne „Mir.fehlt.was. – Frauenarmut trifft alle“ will die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) kommunaler Frauen- und Gleichstellungsbeauftragter aufklären und neue Rahmenbedingungen von der Politik fordern. zur Kampagne

Veröffentlichung: Die Armut ist weiblich
Wenn in den Medien über Armut berichtet wird, kommt der weibliche Blickwinkel in der Regel zu kurz. Bessere Bildungsabschlüsse junger Frauen, Gender Mainstreaming in der Arbeitswelt und Elternurlaub sind zwar Meilensteine auf dem Weg zur Gleichstellung von Frauen und Männern, aber sie gaukeln uns eine heile Welt vor, die es für viele Frauen gar nicht gibt. Die neue Broschüre des Paritätischen NRW „Die Armut ist weiblich“ rückt den spezifisch weiblichen Blickwinkel auf das Thema Armut in den Fokus. Denn Frauen sind in praktisch allen Lebenslagen häufiger von Armut betroffen als Männer. zur Broschüre

Studienergebnisse: Wer beherrscht die Nachrichten?
Frauen sind mit 28 Prozent in den Nachrichten aller Mediengattungen weiterhin stark unterrepräsentiert. So die aktuellen deutschen Ergebnisse des weltweiten Global Media Monitoring Project (GMMP), die in diesem Jahr erneut vom Journalistinnenbund (JB) erhoben wurden. Das GMMP ist eine einzigartige internationale Langzeitstudie über Frauen in den Nachrichten, die seit der Weltfrauenkonferenz 1995 regelmäßig alle 5 Jahre durchgeführt wird. mehr…

Ausschreibung filia: Förderung von Projekten für Mädchen und junge Frauen
filia heißt „Tochter“. filia unterstützt Projekte, die Mädchen stark machen, mit bis zu 5.000€. Die Projekte sollen etwas dafür tun, dass Mädchen und Frauen frei von Gewalt leben können und dass sie in der Gesellschaft mitentscheiden. Die Projekte werden von Mädchen und/oder Frauen für Mädchen und junge Frauen gemacht. Bis zum 1. März 2016 nimmt filias Mädchenbeirat Anträge mit Ideen und Plänen für Projekte an. Die Anträge werden von uns, den Mädchen und jungen Frauen des Mädchenbeirats, gelesen und diskutiert. Der Mädchenbeirat besteht zurzeit aus 12 jungen Frauen zwischen 14 und 22 Jahren, die schön verschieden sind. zur Homepage

Frauenhauskoordinierung veröffentlicht Handreichung für Fachpraxis zu gewaltbetroffenen Frauen mit psychischen Beeinträchtigungen
Zur Unterstützung der Fachpraxis in Frauenhäusern, Frauenberatungsstellen, Frauennotrufen und Interventionsstellen legt Frauenhauskoordinierung die „Handreichung Unterstützung gewaltbetroffener Frauen mit psychischen Beeinträchtigungen“ vor. Sie richtet sich aber auch an Interessierte in anderen Hilfebereichen, die Kontakt zu gewaltbetroffenen Frauen mit psychischen Beeinträchtigungen haben, wie dem psychiatrischen Versorgungsystem, dem Gesundheitswesen, der Kinder- und Jugendhilfe und weiteren Arbeitsfeldern. Frauenhauskoordinierung möchte mit dieser Handreichung zur Sensibilisierung für die schwierige Situation von gewaltbetroffenen Frauen mit psychischen Beeinträchtigungen beitragen. Die praxisnahen Empfehlungen sollen zur Absenkung bisher vorhandener Zugangsschwellen für betroffene Frauen und zur Verbesserung der Unterstützungsangebote beitragen. zur Frauenhauskoordinierung

Expertise „Existenzsichernde Beschäftigung von Frauen und Männern mit und ohne Migrationshintergrund“
Die Agentur für Querschnittsziele im ESF hat die Expertise veröffentlicht. Die „Erhöhung der existenzsichernden Erwerbstätigkeit von Frauen und ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit“ ist im Rahmen des Querschnittsziels Gleichstellung von Frauen und Männern eines von mehreren konkreten Zielen im Operationellen Programm des Bundes für die ESF-Förderperiode 2014–2020. Im Fokus der Expertise steht nun die Frage, wie hoch ein individuelles Erwerbseinkommen in Deutschland im Jahr 2015 sein muss, um die eigene Existenz sichern zu können, und in welchem Ausmaß es Frauen und Männern in Deutschland gelingt, durch Erwerbstätigkeit eine eigenständige Existenzsicherung zu erzielen. mehr…

Veröffentlichung: Handbuch “Rechtlicher Diskriminierungsschutz”
Mit Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) im Jahr 2006 hat sich viel getan. Nicht nur der Rechtsschutz wurde verbessert: Ein stärkerer Schutz vor Diskriminierung ändert auch das gesellschaftliche Bewusstsein. Inzwischen wissen wir, dass Diskriminierung ernst genommen und geahndet werden muss. Das vorliegende Handbuch der Antidiskriminierungsstelle des Bundes richtet sich an Juristinnen und Juristen, Beratende sowie Menschen, die von Diskriminierung betroffen sind. Es erläutert, wie und wo Gesetze gegen Diskriminierung helfen. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz deckt bei Weitem nicht alle Bereiche ab. Es gibt zahlreiche weitere gesetzliche Grundlagen, um sich gegen Diskriminierungen rechtlich zur Wehr zu setzen – nationale wie internationale. mehr…

Der Newsletter des Landesfrauenrates Sachsen-Anhalt e.V. wird gefördert durch das Ministerium für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt. Verantwortlich im Sinne des Medien- und Presserechts ist Manuela Knabe-Ostheeren, Geschäftsführerin des Landesfrauenrates Sachsen-Anhalt e.V. Sollten Sie Fragen, Hinweise oder Fehlermeldungen zum Newsletter haben, teilen Sie uns diese bitte per Mail mit. Sie können sich, wenn Sie kein Interesse an unserem Newsletter mehr haben, von unserem Newsletter auf unserer Internetseite abmelden.

Kontakt:
Halberstädter Str. 45, 39112 Magdeburg

Tel.: 0391-60772665
Mail: info@landesfrauenrat.de

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